Rückblick 29. Jahreskongress vom
01. – 02. Februar, 2019

„Wir müssen Kooperationen eingehen“

Die erste Message zum Thema Berufspolitik stand für jeden Bereich im Gesundheitssektor: Es wird nicht einfacher! Dr. Ralf Müller-Rath, 1. Vorsitzender des BVASK eröffnete den 29. Kongress in Düsseldorf vor rund 200 Orthopäden und Chirurgen nicht mit rosaroter Brille. Ob DRG, GOÄ oder EBM, die Konstrukte werden immer verworrener bzw. sind nicht der neuen Zeit angepasst. So ist die GOÄ beispielsweise im Prinzip wie der EBM kalkuliert. Es wird davon ausgegangen, dass vom Arzt zu 87,5 Prozent am Patienten gearbeitet wird. Bei der Bürokratie ist das kaum möglich. Für Arthroskopeure in Deutschland zeichnen sich derzeit deutliche Erlösminderungen ab. Und bei der Qualität blockiere der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sich selbst, seit die Datenschutz-Grundverordnung da ist, so Müller-Rath.

Auch bei Überlegungen zu einer Hybrid-DRG werde nicht zu Ende gedacht. „Wir Ärzte werden immer nur bepreist, aber nicht bewertet. Das muss sich ändern. Wir müssen im System den vergüten, der viel Wert am Patienten schafft“, sagte der Vorsitzende.

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